Das diakonische Roadmovie in Schwerte

„Jake“ Schmeißer lädt ein zum diakonischen Roadmovie.
„Jake“ Schmeißer lädt ein zum diakonischen Roadmovie.

Wie schafft man das: Innerhalb von weniger als 3 Stunden 17 verschiedene soziale Einrichtungen an 10 unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet vorzustellen und zu präsentieren, und das, ohne das Programm mit Informationen zu überfrachten und ohne dass es langweilig wird? Das ist unmöglich, sagen Sie, oder geht nur mit dem Hubschrauber?! Wir werden sehen.

Jedenfalls war genau das die Aufgabe, die sich die Mitarbeitenden der Diakonie vorgenommen hatten. Dem neu formierten Kreis der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde Schwerte sollten die diakonischen Angebote nahegebracht werden, denn Diakonie gehört zur Kirche und ist Teil der gemeindlichen Arbeit. Aber die besondere Vielfalt solcher Aktivitäten in Schwerte ist nicht ganz leicht zu überschauen. Und diese Aufgabe zu organisieren, dazu hatten sich Andrea Schmeißer vom Grete-Meißner-Zentrum und Peter Blaschke vom Schwerter Netz gemeinsam bereit erklärt. Ihre Idee: ein diakonisches Roadmovie nach dem Motto, ‚Unterwegs im Auftrag des Herrn‘.

Beide schlüpften – verblüffend echt – in die Rollen der „Blues-Brothers“, also „Jake“ Schmeißer und „Elwood“ Blaschke und gestalteten den Dienstbus der Station West um zum Bandmobil, pinke LED-Beleuchtung, Beschallung, detailreiche Ausarbeitung. Start am 26. April, 10:00 Uhr, natürlich an der St. Viktor Kirche (zur Marktzeit). Alle fünf Pfarrer und auch die Kantorin, Clara Ernst, waren gekommen. Pressefoto, rein ins Bandmobil; und dann ging es los nach einem viel Disziplin erfordernden auf die Minute getakteten Zeitplan. Unterwegs unterschiedliche Musik, zur Stärkung ein Verpflegungspaket und sachliche Infos über den nächsten Haltepunkt. An jedem Standort das Motto und eine kurze kreative Darbietung der dort angesiedelten Einrichtung – soweit es der laufende Dienstbetrieb zuließ – eine Anekdote, Geschichtliches, ein Lied mit Kindern, eine spielerische Aufgabe und jeweils ein kleines Geschenk zum Mitnehmen und dran erinnern. Dann weiter.

 

So gelang es tatsächlich, einen Eindruck von allen Einrichtungen zu erhalten: im roten Haus von der Diakonie-Geschäftsstelle, dem Schwerter Netz und dem VSI; im Grete-Meißner-Zentrum von der Begegnungsstätte und der Ökumenischen Zentrale; im Calvin-Haus von der Beratungsstelle und der Schwangerschaftsberatung; in Westhofen von der Station West; von jedem der fünf Kindergärten der Ev. KiTa-Gruppe; und im Haus der Diakonie, trotz Umbau, vom Betreuungsverbund, der Suchtberatung und den Sozialen Diensten mit dem Keller-Basar. Dort in der Kötterbachstraße endete auch die Rundreise um 13:00 Uhr mit einem Imbiss und jeder Menge Gesprächsstoff.

Was hat es gebracht? Anstrengend war es, damit musste man rechnen. Ein paar Beobachtungen: Die Stimmung war glänzend; wenn z. B. alle Insassen im Bandmobil spontan einstimmen in die Begleitmusik, „…da berühren sich Himmel und Erde…“. Wenn eine Journalistin, die das Projekt begleitete, feststellt: „die Diakonie in Schwerte präsentierte sich offen, lebendig, selbstbewusst und immer konstruktiv. (…) Übrig blieb vor allen Dingen der Eindruck von intensiver Vernetzung und einer Arbeit, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, dann freut uns das ganz ausgesprochen. Sehr wichtig waren sicher die kurzen informellen Anknüpfungspunkte zwischendurch, „das war doch…, da könnte man…“. Darauf kam es eigentlich an. Anne Heckel, die ab Juli als Pfarrerin für die Diakonie zuständig sein wird, sprach von einem „gelungen Einstieg“ für die Neuen in den Diakoniebereich und bedankte sich im Namen des Pfarrteams herzlich für den „kreativen und liebevollen Überblick“.