Neue Wege gehen, Sichtachsen entdecken – Diakonie zeigt sich modern und selbstbewusst im Zentrum der Stadt

Feierliche Plakette für mehr Barrierefreiheit: Kinderwagen? Rollator? – für alle bequemer
Feierliche Plakette für mehr Barrierefreiheit: Kinderwagen? Rollator? – für alle bequemer

Fast alle Besucher, die zur offiziellen Eröffnung nach den umfangreichen Umbauarbeiten ins Haus der Diakonie gekommen waren, nutzten noch die alten Wege. Nicht nur das wird spätestens jetzt anders werden. Die offizielle Eröffnung zeigt die Möglichkeiten.

Mit dem Durchbruch der Mauer zum Wuckenhof und der Wiederentdeckung des Geländes kommt der neue – alte – Haupteingang einladend zur Geltung. „Es ist für Leute von Außerhalb, wie wir es sind, immer wieder verwunderlich, dass Einheimische solche Flecken manchmal gar nicht wahrnehmen,“ Architekt Julian Büchter und Kollegin Sarah Funk vom Architekturbüro Brüning und Rein aus Essen, können stolz sein auf die Umsetzung und Freilegung. Kein geducktes Hereintreten durch den Seiteneingang, sondern der offene, moderne Zugang zu den Beratungsangeboten und den Ansprechpartnern der Diakonie vor Ort. Eine Rampe und neue Sanitärräume, das alte Holzständerwerk sichtbar im Eingangsbereich und dazu frische Farbe und ein erweitertes Raumangebot im Dachbereich. So sensibel, strukturiert und nachhaltig mit der alten Bausubstanz umgegangen wurde, so radikal mussten die Arbeiten laufen, um zum Ergebnis zu kommen. Da wurde unter dem Fundament verstärkt, die Balken im Dachstuhl wurden ertüchtigt, und eine frische Dämmung sorgt für eine zeitgemäße Akustik, die den Aufgaben, die hier erfüllt werden, dienstbar zur Seite steht. Der Weg dahin manchmal ein Abenteuer, aber routiniert wurden auch Unwägbarkeiten gemeistert.

Architekt Julian Büchter erzählte vom Abenteuer Baustelle und den gewachsenen Strukturen, die nun architektonisch aufgebrochen sind.
Architekt Julian Büchter erzählte vom Abenteuer Baustelle und den gewachsenen Strukturen, die nun architektonisch aufgebrochen sind.
Bauprojekt mit vielen Akteuren: zahlreiche Firmen waren beteiligt, und jetzt ist das Ergebnis zu sehen.
Bauprojekt mit vielen Akteuren: zahlreiche Firmen waren beteiligt, und jetzt ist das Ergebnis zu sehen.


Mitten in der Stadt – mitten bei den Menschen

Entsprechend lang die Rednerliste aus Organisatoren und Verantwortlichen, der Superintendentin Martina Espelöer und dem ersten Beigeordneten der Stadt, der momentan auch den Bürgermeister vertritt. Ulrich Groth, Geschäftsführer der Diakonie leitete durch den Vormittag und verwies immer wieder auf den enormen Komfortgewinn, der den Besuchern und den Kollegen nun zur Verfügung steht. „Es ist die umfassende Lösung, und wir haben höchsten Respekt vor der Planungsleistung und Handwerkskunst, die hier zum Tragen kamen. Zudem ist dies die größte Investition, die ich begleiten durfte.“ Da ist die Verantwortung für das Projekt hörbar.

Haupteingang wiederentdeckt und geöffnet

Das offene Haus mit seinen flexiblen, neuen Möglichkeiten steht strahlend da, und der junge Rasen schickt frische grüne SpitzenLila ist die Farbe der Veränderung, und Lila sind auch die neuen Hinweisschilder, die zu den Angeboten führen. Neue Sichtweisen, neue Horizonte und die beiläufigen Worte, nicht nur von Hans-Georg Winkler: „Alles öffnet sich.“ Und um das Thema noch weiter zu forcieren, kommt an diesem Feiertag auch gleich noch eine Plakette ans Haus: „Barrierefreier Kirchenkreis“ nennt sich ein Programm, das die Ausgestaltung gefördert hat und so noch mehr Grenzen, Stufen, Mauern fallen ließ. Richter Ansgar Heithoff verwies auf die gute Zusammenarbeit und den Vorteil kurzer Wege und überbrachte ebenso gute Wünsche wie Diakoniepfarrerin Anne Heckel, die darauf vertraut, dass Gottes guter Geist bei der Arbeit in diesen Räumen spürbar ist. Das offene Haus mit seinen flexiblen, neuen Möglichkeiten steht strahlend da, und der junge Rasen schickt frische grüne Spitzen.